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Großer Berufsunfähigkeitsversicherungen Test 2013 von Stiftung Warentest / Finanztest

Test der Berufsunfähigkeitsversicherung Unisextarife

Test der Berufsunfähigkeitsversicherung Unisextarife
Foto: Willi Heidelbach / pixelio.de
  • Test von 75 Angeboten
  • Test anhand von Modellkunden (Diplom-Kaufmann, Industriemechaniker, Arzthelferin)
  • Premiumtarife schnitten gut ab
  • Unisextarife Test

Der BU Test 2013

Im Juni 2013 testete die Stiftung Warentest 75 Angebote von Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Getestet wurden die Versicherungsbedingungen und die Preise für drei Modellkunden (Diplom-Kaufmann, Industriemechaniker, Arzthelferin).

Besonders gut schnitten die Premiumtarife von AachenMünchener, Europa, Hannoversche und VHV ab. Der letzte Test zu Berufsunfähigkeitsversicherungen von Finanztest lag bereits zwei Jahre zurück (2011).

Grundsätzlich gilt: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle sinnvoll, die von ihrer Arbeit leben müssen und sich vor dem finanziellen Absturz - infolge einer Berufsunfähigkeit - absichern wollen. Berufsunfähig ist wer aufgrund von Krankheit oder nach einem Unfall dauerhaft nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann.

Der Beitrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist abhängig vom ausgeübten Beruf. Je risikoreicher der Beruf, desto höher die Beiträge. Stiftung Warentest zeigt dennoch einige Möglichkeiten, wie man trotz risikoreicheren Beruf sparen kann. Mit "risikoreichen Beruf" ist gemeint, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man berufsunfähig wird.

Dazu unterteilen die Versicherer Berufsgruppen in Risikokategorien. Ein hohes Risiko haben zum Beispiel Maurer, Schornsteinfeger, Dachdecker, Gerüstbauer oder auch Künstler und Krankengymnasten. Ein geringes Risiko berufsunfähig zu werden tragen Architekten, Diplomkaufleute, Apotheker, Ärzte oder Psychologen.

Stiftung Warentest empfiehlt nicht nur auf den Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten, sondern auch auf die Qualität der Angebote, die der Kunde in den Versicherungsbedingungen vergleichen kann. Es nützt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn sie im Ernstfall nicht zahlt! Ein Beispiel: die "abstrakte Verweisung". Darunter ist zu verstehen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung den berufsunfähig gewordenen Versicherten auf einen anderen Beruf verweist, der seiner Qualifikation entspricht und sich dadurch der Rentenzahlung entzieht. Wie auch schon der letzte Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2011 zeigte, verzichten inzwischen die meisten Versicherer auf die abstrakte Verweisung. Nur einige Günstigtarife der Hannoverschen, der Swiss Life und der WWK verzichten erst ab dem 55. Lebensjahr des Kunden darauf. Diese Tarife wurden auch prompt von den Testern der Stiftung Warentest abgewertet.

Aufgepasst: Versicherer haben häufig Tarife unterschiedlicher Qualität im Angebot. Die Spanne umfast Günstig- bis Premiumtarife. Vergleichen Sie daher den Namen des Tarifs und die Druckstücknummer der Bedingungen. Achten Sie auf die Druckstücknummer deshalb, weil es vorkommt, dass sich auch die Bedingungen innerhalb eines Tarifs für neue Verträge ändern können:

Wichtiges ist laut Finanztest neben dem Verzicht auf die "abstrakte Verweisung" auch die Nachversicherungsgarantie. So können Kunden ihre Berufsunfähigkeitsrente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen, zum Beispiel bei Heirat oder Gehaltserhöhung. In leistungsstarken Tarifen zahlt der Versicherer auch rückwirkend, wenn der Kunde seine Berufsunfähigkeit verspätet meldet. Die Frist liegt bei mindestens drei Jahren oder länger. Es kommt häufig vor, dass eine Berufsunfähigkeit erst später ärztlich festgestellt wird, insbesondere bei psychischen Erkrankungen (z.B. Bornout, Depressionen), wo oft der Beginn der Krankheit nicht genau datiert werden kann.

Machen Sie im Antrag zu Berufsunfähigkeitsversicherung auf jeden Fall wahrheitsgemäße und vollständiger Angaben! Andernfalls droht das die Versicherung berechtigterweise die Leistungen verweigert. Machen Sie auf der anderen Seite nur Angaben die auch tatsächlich verlangt werden. Im Zweifelsfall können Sie auch mit Ihrem Arzt Rücksprache halten über persönliche Krankheiten und deren Behandlungen. Stiftung Warentest empfiehlt gleichzeitig mehrere Anträge für Berufsunfähigkeitsversicherungen abzugeben und deren Angebote einzuholen.