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Berufsunfähigkeit Definition - Herleitung und Verständnis

Wie wird Berufsunfähigkeit definiert?

Wie wird Berufsunfähigkeit definiert?
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
  • Definition in § 240 Absatz 2 des 6. Sozialgesetzbuches (SGB VI)
  • entsteht durch Krankheit, Behinderung, Unfall
  • Dauer der Berufsunfähigkeit
  • Verweisungstätigkeit

Definition

Mit dem Thema Berufsunfähigkeit sollte sich jeder Angestellte und Selbstständige unbedingt auseinandersetzen. Die Berufsunfähigkeit Definition gibt Aufschluss was man darunter versteht. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Säulen gegen Invalidität.

Das gilt vor allem für Berufstätige, die nicht unter den Schutz der staatlichen Unfallversicherung fallen.

Doch was ist eigentlich Berufsunfähigkeit und ab wann gilt man als „berufsunfähig“?

Was unter der Berufsunfähigkeit Definition versteht, wird in § 240 Absatz 2 des 6. Sozialgesetzbuches (SGB VI) definiert und in dieser Formulierung von der gesetzlichen Rentenversicherung übernommen. Verkürzt gesagt ist ein Versicherungsnehmer dann berufsunfähig, wenn seine Erwerbsfähigkeit, also die Möglichkeit seinen Lebensunterhalt durch Arbeit zu erwerben, durch Krankheit oder Behinderung, durch äußere Einwirkung (Unfall, Körperverletzung etc.) oder durch eine psychische Erkrankung (Burnout, Depression etc.) auf weniger als sechs Stunden pro Tag gesunken ist. Berufsunfähigkeit liegt erst dann vor, wenn dieser Zustand in der Regel drei Jahre anhält, der Versicherte jedoch wenigsten sechs Monate lang nicht in der Lage ist, seinen bisherigen Beruf bzw. Tätigkeit weiter auszuüben und auch die Aufnahme eines ähnlichen Berufs oder Tätigkeit nicht möglich ist.

Das heißt, berufsunfähig ist - laut Berufsunfähigkeit Definition- ein Versicherungsnehmer, wenn er für mindestens sechs Monate weniger als sechs Stunden am Tag in seinem bisherigen Beruf oder Tätigkeit arbeiten kann und ihm die Aufnahme einer ähnlichen Tätigkeit nicht zumutbar ist.

Berufsschutz

Für die Beurteilung des sogenannten Berufsschutzes im Rahmen der Feststellung der Berufsunfähigkeit, ist der bis zum Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübte Hauptberuf bzw. Haupttätigkeit maßgeblich. Das heißtin der Berufsunfähigkeitsdefinitionen wird die letzte sozialversicherungspflichtige Tätigkeit des Versicherten beurteilt, die mit dem Ziel bis zum Eintritt der Altersgrenze (Rente) oder bis zum Eintritt der Unfähigkeit aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nachgegangen oder ausgeübt wurde. Nebentätigkeiten, Ehrenarbeit oder Mini-Jobs werden bei der Bewertung des Berufsschutzes nicht einbezogen.

Verweisungstätigkeit

Eine Berufsunfähigkeit liegt nach der Berufsunfähigkeit Definition noch nicht vor, wenn der Versicherungsnehmer zwar seinen zuletzt ausgeübten Hauptberuf aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen nicht mehr ausüben kann, aber einen eine vollschichtige und zumutbare ähnliche Tätigkeit, die seinen Kräften und Fähigkeiten entspricht, aufnehmen kann. Eine solche Tätigkeit wird als „Verweisungstätigkeit“ bezeichnet.

Heute verzichten sehr viele Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen auf das sogenannte „abstrakte Verweisungsrecht“, also das Recht, den Versicherungsnehmer zur Aufnahme einer anderen zumutbaren Tätigkeit aufzufordern. Die gesetzliche Erwerbungsunfähigkeitsversicherung jedoch verzichtet auf dieses Recht nicht!

Zumutbarkeit

Die Verweisungstätigkeit muss dem Versicherungsnehmer sozial zumutbar sein. Das heißt, sie muss fachlich und gesundheitlich durch den Versicherungsnehmer zu bewältigen sein. Die Zumutbarkeit richtet sich u.a. nach der erforderlichen Qualifikation der Tätigkeit, nach dem gesundheitlichen Zustand des Versicherten sowie dessen Ausbildung und Berufserfahrung.

Das Bundessozialgericht hat in mehreren Entscheidungen ein Mehrstufenschema entwickelt, um die Zumutbarkeit einer Verweisungstätigkeit zu beurteilen. Zumutbar ist eine Tätigkeit, die der gleichen Qualifikationsstufe wie der bisherigen Tätigkeit entspricht bzw. eine Qualitätsstufe darunter liegt:

  • Qualifikationsstufe 1: ungelernte Berufe
  • Qualifikationsstufe 2: Ausbildungsberufe von bis zu zwei Jahren
  • Qualifikationsstufe 3: Ausbildungsberufe von mehr als zwei Jahren
  • Qualifikationsstufe 4: Berufe, die eine zusätzliche Qualifikation und/oder Erfahrung erfordern, oder den Besuch einer Fachschule voraussetzen (z.B. Facharbeiter mit Vorgesetztenfunktion, Spezialfacharbeiter und Meister)
  • Qualifikationsstufe 5: Berufe, die einen Abschluss an einer Fachhochschule voraussetzen
  • Qualifikationsstufe 6: Berufe, die regelmäßig durch ein Hochschulstudium oder durch vergleichbare Qualifikationen aufgenommen werden können.

Zumutbar ist außerdem - nach der Berufsunfähigkeit Definition- ein Einkommensunterschied von bis zu 20 Prozent zum vorherigen Bruttogehalt

Feststellung

Die Feststellung der Berufsunfähigkeit erfolgt grundsätzlich in Form eines medizinischen Gutachtens eines Arztes.